Lauschabwehr
Operativ-technische Überprüfung von Strukturen und Bausubstanzen
Drahtgebundene Abhörmethoden mit Niederfrequenzabhörtechnik sowie die begünstigende Bedingungen für deren Einsatz
Gefahrenquelle: Neubau

Das System des Lauschangriffes erstreckte sich auf insgesamt 12 Räume. Der Verlauf der Mikrofonleitungen erfolgte parallel zum bestehenden Starkstromnetz und der anderen Versorgungsinfrastruktur.



Die Komponenten dieses Abhörsystems waren international
NF-Verstärkerschaltkreise der Firma Valvo / Deutschland
Mikrofone der Firma Knowles / Großbritannien
Übertragungsleitungen der Firmen Mantovani & Serazzi / Italien


40 Jahre Deutsche Demokratische Republik
DDR-Geschichtliches aus den Jahren 1949 bis 1989
Fund von DDR-Altlasten: MfS - Lauschanlage - oder HVA - Abhörtechnik ?
Eine im Jahr 2006 aufgespürte Abhörtechnik aus vergangenen DDR-Zeiten. In einem ehemaligen Bezirk der neuen Bundesländer wurde in einem Gästehaus, in der Altbausubstanz, die unten dargestellte Lauschtechnik ausgebaut. Der Abhörangriff lag vermutlich in den Händen zuständiger Bezirksverwaltungen für Staatssicherheit bzw. einer ihrer unterstellten Kreisdienststelle der Staatssicherheit. Der Zeitraum lag weit vor dem Jahre 1989. Recherchen ergaben, das nach dem Stand der Technik die Jahre 1982 bis 1985 dafür in Frage kommen. Die Bedeutung des Zielobjektes zu DDR-Zeiten, der eventuell zu überwachende Personenkreis und die Bauweise der NF-Abhöranlage schließen das ehemalige Ministerium für Staatssicherheit in Berlin und die für den Einbau von Abhörtechniken zuständige Abteilung für Telefonüberwachung weitgehend aus. Vermutlich befanden sich auch weitere Wanzen in Gästezimmern und Übernachtungsräumen des Objektes. Auf Grund von komplexen Entkernungs- und Sanierungsarbeiten in den vergangenen Jahren konnten hierzu keine weiteren Hinweise mehr erbracht werden. Die Strecke zum vermutlichen Auswertungsobjekt bzw.zur Relaisstation betrug ca.150 bis 200 Meter. Akustische und messtechnische Versuche ergaben, dass diese Abhörtechnik auch noch auf 1000 m eine qualitativ hohe Übertragungs- und Aufnahmeeigenschaft besitzt. Mit einer Zwischenverstärkerstufe waren ca. sieben Kilometer überbrückbar.

Diese niederfrequente Abhörtechnik befand sich unterhalb des Kabels hinter einer Holzscheuerleiste und unter Putz in einer massiv gemauerten Innenwand. Der erste optische Eindruck deutete farblich und auch vom Querschnitt her auf ein mehrpoliges gekapptes Fernmelde- bzw. Stromkabel. Der zur Informationsübertragung genutzte Leitungsweg war schon längere Zeit unterbrochen. Es konnten jedoch noch Einbau- bzw. Ausbauspuren an der Stelle ermittelt werden, wo die Datenleitung das Gebäude verlassen hatte. Rangierungen auf bestehenden alten Leitungssystemen im Gebäude und im Gelände fanden nicht statt. Die Aufnahme- und Übertragungseinheit wurde visuell-technisch gefunden. Die Messungen an den alten und zum Teil erneuerten hausinternen Anlagen und Systemen zeigten keine weiteren Unregelmäßigkeiten. Die technische Analyse des elektromagnetischen Spektrums waren für die Gegend, den Standort des Objektes und der territorialen Frequenzbelegung nachvollziehbar.

Akustisch saubere Aufnahmequalität und Übertragungsmerkmale


Auch nach über 20 Jahren noch 100%ig - funktionstüchtig und einsatzfähig

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